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Einige Fragen die ich mal beantwortet habe und die die wesentlichen Informationen über mich gut zusammenfassen:

1. Seit wann hast Du Depression?

 Vermutlich schon seit der Kindheit.

Ich hatte schon als Kind Tiefphasen, die ich mir nicht erklären konnte, aber damals normal empfand, weil ich es nicht anders kannte.

Ursache ist eine schwere Traumarisierung in der Kindheit.

Es geht bei mir also nicht nur um Depression, sondern auch um eine Posttraumatische Belastungsstörung

2. Hast Du selbst gemerkt, dass etwas nicht stimmt?

Nach einem Zusammenbruch kurz vor meinem 30. Geburtstag wurde die Depression deutlich.

Irgendwann habe ich dann eine Therapie begonnen und dort wurde mir erst wirklich klar mit welchen Belastungen ich zu tun hatte. Ich kannte es ja nicht anders und somit war für mich bis dahin alles normal.

3. Wie ist deine Familie damit umgegangen

 Meine Ursprungsfamilie hat es nicht wahrgenommen und auch nicht verstanden. 

Meine Kinder wurden früh über meine Situation aufgeklärt und sie können einigermaßen damit umgehen.

4. Hast Du Medikamente genommen, ( wenn ja , welche?!)

 Es wurden im Lauf der zeit verschiedene Antidepressive probiert, die aber außer starken Nebenwirkungen keinen Effekt hatten. 

5. Wie hast Du dich mit der Depression beschäftigt?

Mittels Therapien habe ich versucht mit der Depression zurecht zu kommen.

6. Hast du nachdem du die Diagnose bekommen hast, dich mit dem Thema auseinander gesetzt oder, einfach normal weiter gelebt ? 

Anfangs weder noch!

Ich habe versucht ein normales Leben zu führen, mich mehrmals in Therapie begeben und verschiedene Rehamaßnahmen durchlaufen.

In 2010 kam dann der endgültige Zusammenbruch, zwei Rehamaßnahmen und die Diagnose Posttraumatische Belastungsstörung und chronische Depression. Ab diesen Zeitpunkt habe ich mich auch mehr mit dem Thema beschäftigt, zumal ich 2011 Frühverrentet wurde. 

7. Wie hast Du dich abgelenkt. wenn du spürtest, dass du wieder dabei bist in ein Loch zu fallen?

Anfangs gar nicht, seit 2012 habe ich dann ein Forum gegründet um meine Erfahrung weiter zu geben und seither auch viele Möglichkeiten erlernt, (Verhaltenstherapie) Wie ich besser mit der Krankheit umgehen kann. Tiefphasen versuche ich seither durchzuhalten, weil ich weiß, dass es wieder vorüber geht. Ich pflege wieder stärker mein Hobby Musik. Und die ehrenamtliche Beratertätigkeit. Das ist sehr hilfreich, weil es mir eine feste Tagesstruktur gibt. Aus dem Gedankenkarussell befreie ich mich in der Regel durch Fotografieren (Motivsuche), Texte schreiben und Musik.
Das geht aber nicht immer. Wenn es gar nicht geht, halte ich es einfach durch, bis der Schub vorbei ist. Ich versuche es nicht mehr so negativ zu bewerten und habe Freunde die mir zuhören.
 

Links

Freiraum Online-Beratungspraxis

Wer eine Beratung sucht, der ist in der Online-Praxis meiner Kollegin gut aufgehoben. Termine bekommt man zeitnah und somit können Wartezeiten für eine Therapie vor Ort gut überbrückt werden.

Zur Webseite: Freiraum 

Wichtiger Hinweis:

Dieser Blog handelt von meinen persönlichen Erfahrungen mit Depressionen und meinen Umgang mit dieser Krankheit.
Die Informationen und Tipps spiegeln meine persönlichen Erfahrungen wieder und ersetzen keine ärztliche und psychotherapeutische Behandlung!